Werden alle Druckereien verdrängt von Onlineanbietern?


Online-Druckereien verdrängen alte & eingesessene Drucker

Druckereien müssen sich heute gegen Online-Druckereien behaupten durch interessante Geschäftsmodelle. Wem das nicht gelingt ist weg vom Markt.

Druckereien mussten sich zu ihrem technischen Angebot auch neue Dienstleistungen für ihre Kunden überlegen, um diese langfristig an sich zu binden, und sie nicht an die aufstrebenden Onlinedrucker abzugeben. Viele Druckereien, kleine sowie große waren aber mit dem Umbruch und der schönen neuen digitalen Welt völlig überfordert, denn sie kam doch so plötzlich. Was immer schon gut funktioniert hatte, war plötzlich nicht mehr gefragt. Kundenbeziehungen wurden in Frage gestellt, weil die Druckerei die neuen Bedürfnisse nicht erfüllen konnte oder wollte. Die Angst vor dem großen Umbruch, die Neuinvestition in Wissen und human resources brachte die meisten Manager an den Rand ihrer Kapazitäten. Existenzängste machten sich breit. Viele Druckereien brachten sich dadurch in Sicherheit, in dem sie ihren Maschinenpark abschafften und zu reinen Produktionsagenturen mutierten. Aber auch dieses Geschäftsmodell wäre nicht für alle Drucker geeignet, da sich eine Maschine nicht einfach und schnell abschaffen lässt. Und diese Drucker, die sich nicht genügend schnell anpassen konnten, mussten den Markt verlassen. Und die anderen? Die anderen boten ihren Kunden den so genannten Komplettservice an, angereichert mit ihrer eigenen Dienstleistung und ihrem Dienst am Kunden und kauften alles Technische bei den aufstrebenden Onlinedruckereien ein, die sich dankbar und erfreut mit den Druckaufträgen "vollsogen".

Die Onlinedruckereien haben alle Druckaufträge dankbar angenommen

Eine gewisse Zeit funktionierte dieses System auch von beiden Seiten hervorragend, bis auch die Onlinedruckereien in die Problematik reinrutschten, sich durch Spezialisierung von anderen Onlineanbietern abgrenzen zu müssen, um ihr Überleben zu sichern. Sie wurden folglich selbst zu einer Produktionsagentur, und darüber hinaus zum Dienstleister, der seines gleichen sucht. Nicht nur Offsetdruck wurde angeboten, auch t-Shirts, Tassen, Fahnen, Handy wurden bedruckt. Alles was sich der Kunde nur wünschen konnte, oder was ihm als Wunsch suggeriert wurde. die Online-Druckereien verbesserten aber nicht nur ihr Angebot, sondern auch ihre Bestellwege und Bestellzeiten. Vom Discountdruck über Standard bis hin zum Expressdruck und Lieferung same day hatten sich die Online Druckerei eingerichtet. Sie differenzierten sich also nicht nur über die neuen Produktangebote, sondern vor allem auch über die Dienstleistung im Bestellservice. Und was für viele Kunden nicht zu verachten war, sie ließen ihr Geschäft sieben Tage die Woche 24 Stunden geöffnet. Ein Vorteil, der den Produktionsagenturen, Händlern und Wiederverkäufern nicht möglich war. sie wurden reihenweise vom Markt gefegt.

Wie also können neue Geschäftsmodelle entwickelt werden und wer ist dafür geeignet oder zuständig im Unternehmen?

Um diese Frage beantworten zu können, muss zunächst erst einmal geklärt werden, was ein Geschäftsmodell ist und wie es als ein solches überprüft werden kann. Ist es wiederholbar, planbar und rüttelfest?. Hat es einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz und setzt es den Betrieb als Spezialist in Szene? Wer diese Fragen beantworten kann, der ist in seinem Unternehmen auch geeignet für die Entwicklung und Herausarbeitung eines Geschäftsmodells. Es gilt, die Mitarbeiter in diesem Sinne zu schulen und auf große Veränderungen vorzubereiten. Wer nicht mitmacht oder dem Auftrag und der Herausforderung entgegensteht, ist womöglich Fehl am Platz und sollte sich eine andere Aufgabe zuteilen lassen. Alle anderen müssen an der Existenzberechtigung ihres Unternehmens mitarbeiten.