Was bedeutet Schön- und Widerdruck“, Umschlagen und Umstülpen?


Der Aufbau der Druckbogen im Schön- und Widerdruck erfolgt meistens für den Druck von Broschüren und Katalogen.

Unter Schöndruck versteht man den ersten Druckvorgang, bei dem die Vorderseite des Papierbogens bedruckt wird

Schön- und Widerdruck: Unter „Schöndruck“ versteht man den ersten Druckvorgang, bei dem die Vorderseite des Papierbogens bedruckt wird. Nach Umdrehen der bedruckten Schöndruckseite durch einen Stapelwender erfolgt der zweite Druckvorgang „Widerdruck“ mit einem anderen Druckmotiv. Früher wiesen die zu bedruckenden Papiere zwei unterschiedliche Seiten auf, wobei die „schöne“ Seite als hochwertigere Seite angesehen wurde und der „Widerdruck“ auf der qualitativ schlechteren Seite erfolgte. Heute unterscheidet sich die Qualität von Schön- und Widerdruck jedoch nicht mehr, da in der Regel Papier verwendet werden, die auf beiden Seiten die gleichen Eigenschaften aufweisen.

Der Aufbau der Bogen im „Schön- und Widerdruck“ erfolgt meistens für den Druck von Broschüren und Katalogen. Für diesen Aufbau werden 2 Druckplattensätze benötigt, einmal die Platten für den Druck der Vorderseite und einmal für den Druck der Rückseite. Wichtig hierbei ist, dass die beiden Seiten also „Schön- und Widerdruck“ (Vor- und Rückseite) passgenau übereinander liegen. Hält man den Druckbogen beispielsweise gegen das Licht, so erkennt man, ob der die Druckbilder und die Seitenränder übereinander stehen. Der Druckmaschinenführer muss die Bogen genau in der Druckmaschine anlegen und den einwandfreien Durchlauf der Bögen kontrollieren, um passgenau zu arbeiten. Um den Widerdruck zügig nach dem ersten Druckvorgang, also dem Schöndruck, durchführen zu können, werden Druckfarben eingesetzt, die schnell trocknen (man nennt das auch schnell wegschlagen). Das schnelle Trocknen der Farben wirkt sich auch positiv auf die Weiterverarbeitung aus, da die Bögen schneller für die weiteren Produktionsschritte zur Verfügung stehen.


Beim „Umschlagen“ stehen die Vorderseite und die Rückseite des Druckmotivs auf einer Seite des Druckbogens, das bedeutet, der Druckbogen kann mit der gleichen Druckform auch auf der anderen Seite bedruckt werden, es spielt hier aber der Nutzenaufbau (also die Anzahl der auf dem Druckbogen platzierten Exemplare) eine Rolle. Auch bei diesem Aufbau muss natürlich die Genauigkeit geprüft werden. Das so genannte „Umstülpen“ der Druckbogen spart ebenfalls Druckplatten ein, es muss nur an der Anlage der Druckbogen gegenüber dem „Umschlagen“ eine Änderung erfolgen.

Der Vorteil dieser beiden Verfahren gegenüber dem „Schön- und Widerdruck“ liegt also an der Einsparung der Druckplatten und findet Anwendung für den Druck von kleineren Objekten wie Karten, Flyer oder Folder.

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